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zu:
Kurt Gossweiler, Die Taubenfuß-Chronik oder Die Chruschtschowiade,
Band I, 1953-1957
412 Seiten, mit Personenregister, 1. Auflage 2002. 20 Euro, ISBN
3-00-008773-7
Die hier in ihrem ersten Band vorliegenden Arbeit Kurt Gossweilers ist ein
politisches Tagebuch, das von 1953 an die verhängnisvollen Vorgänge in der
Sowjetunion und in der übrigen sozialistischen Welt registriert und
kommentiert.
Ergänzt wird es durch Ausarbeitungen verschiedenster Art zum modernen
Revisionismus und durch Briefe an Freunde, in denen der Autor zu diesen
Entwicklungen Stellung nimmt.
"Das politische Tagebuch besteht seinerseits aus zwei Hauptteilen.
In Teil I - niedergeschrieben in den Monaten Dezember 1956 bis Januar 1957
- ließ ich an Hand von Zeitungsnotizen noch einmal die Ereignisse vom März
1953 - vom Tode Stalins also - bis Ende 1956 Revue passieren, um einen
durch die Ereignisse in Ungarn verstärkten bestimmten Verdacht, die Rolle
Chruschtschows betreffend, zu widerlegen oder zu verifizieren. Diese
Überprüfung führte - leider - zu dem Ergebnis, daß der Verdacht begründet
war - der Verdacht nämlich, daß mit diesem ‚Reformer' in Wahrheit ein
Antikommunist an die Spitze der Partei Lenins gelangt war - so
unwahrscheinlich das auch mir erschien und allzuvielen auch heute noch
erscheint, trotz vorliegender Beweise."Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Einleitende Bemerkungen
Teil
I: Verunsicherung und Suche nach Gewißheit
- 1953
- 1954
-
1955
-
1956
- 1957, Januar
Teil
II: Weiterer Aufstieg und endlicher Sturz des N.S. Chruschtschow
-
1957
Anhang: Unverdächtige Quellen über die Rolle des Mordes
zur Vorbereitung der
Konterrevolution
Personenregister
Verzeichnis der wichtigsten Ereignisse
Über Kurt Gossweiler:
Dr. Kurt Gossweiler
Geboren 5.11.1917 in Stuttgart; 1928 Übersiedlung mit der Mutter nach
Berlin.
Seit
1931 in kommunistischen Jugendorganisationen, zuerst SSB
(Sozialistischer
Schülerbund), dann KJVD
(Kommunistischer
Jugendverband Deutschlands) - in der Illegalität.
1939
eingezogen zum RAD, ab Oktober Wehrmacht.
1943
zur Roten Armee übergegangen.
Oktober 1943 bis Juli 1947 Antifa-Schule in Taliza, zuerst als Kursant,
dann als Assistent.
1947
bis 1955 Mitarbeiter der Bezirksleitung Berlin der SED.
1955
bis 1958 Aspirant (Doktorand) an der Humboldt-Universität Berlin.
1958
bis 1970 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Sektion Geschichte
der
Humboldt-Universität.
1970
bis 1983 (bis zur Emeritierung)
Wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Zentralinstitut für Geschichte der Akademie
der Wissenschaften
der DDR.
1964
Promotion mit Dissertation: "Die Röhm-Affäre 1934".
1971
Habilitation mit Buch: "Großbanken, Industriemonopole, Staat".
1988
Dr. h.c. der Humboldt-Universität.
Weitere Veröffentlichungen u.a.
1982:
"Kapital, Reichswehr und NSDAP 1919 - 1924"
1983:
"Die Röhm-Affäre"
1986:
"Aufsätze zum Faschismus"
1997:
"Wider den Revisionismus" (Link zur Publikation im Verlag)
Mitherausgeber von: Faschismus-Forschung, 1980.
Hauptforschungsrichtungen
Faschismus-Forschung; seit 1956/57 parallel dazu:
Forschungen zum
Revisionismus in der Kommunistischen Bewegung.
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